Hannoversches Wochenblatt

Die Ministerin spielt mit

hannnoverscheswochenblatt20050323_1.jpg

Scheinen sich gut zu verstehen: Mörderspiel-Produzentin Monika Nagler und Tatort-Kommissar „Freddy Schenk” alias Dietmar Bär im Saal King George des Laatzener Copthorne-Hotels.

von STEPHEN KROLL

Die meisten kennen Schauspieler Dietmar Bär als den leitenden Tatort-Kommissar Freddy Schenk aus dem Fernsehen, am vergangenen Sonnabend war Bär jedoch nur einer ner von insgesamt 225 „Ermittlern” bei der Premiere des Mörderspielstücks „Klassentreffen” im Copthorne-Hotel zugunsten der der Opferhilfeorganisation Weißer Ring. Bereits seit zwei Jahren veranstaltet das Laatzener Hotel die Mörderspiele, bei denen die Gäste im Laufe des Abends Hinweise erhalten und am En
de den „Mörder” überführen. Zur Benefiz-Premiere am Sonnabend konnte Hotel-Direktor Stefan Drechsler neben Dietmar Bär noch weitere prominente Gäste begrüßen: Liesel Westermann-Krieg, Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele 1972, und Niedersachsens Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann, die sogar als „Hauptverdächtige” an dem Stück teilnahm und ins Kreuzverhör genommen wurde. Aufzuklären hatten die Gäste einen Mord während eines Klassentreffens 15 Jahre nach
dem Abitur im Internat Halem am Bodensee. jeder Gast bekam eine eigene Identität als ehemaliger Schüler des Internats, somit war auch jeder Gast verdächtig, die ehemalige Französisch-Lehrerin direkt vor Beginn des Klassentreffens erschossen zu haben. Beim Mörderspiel bildet jeder Tisch eine Ermittlungs-Gruppe, die Beweise sichten und Hinweisen nachgehen muss. Am Ende gibt jede Gruppe einen Tipp ab, wer der „Mörder” ist. Über die ausverkaufte Premiere des Benefiz-Mörderspielabends freute sich besonders
Horst Lücke, niedersächsischer Landesbeauftragter der Organisation Weißer Ring. ,.Durch das große Interesse an dieser Mörderspielpremiere rückt auch die Not der Kriminalitätsopfer und unsere Arbeit ins öffentliche Bewusstsein”, erklärte Lücke. Das Schauspielteam von creative partners stellte seine Gage zur Verfügung, zehn Euro pro Gast steuerte das CopthorneHotel bei. „Wir danken für die ideelle und finanzielle Unterstützung der Beteiligten und hoffen auf zahlreiche Nachahmer”, freute sich Lücke.